WOHNPROJEKT

HiBi 22

GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN

 

 

IDEE & ÜBERSICHT

Das Projekt „HiBi 22 - gemeinschaftliches Wohnen“ richtet sich an Menschen, insbesondere solche in der 2. Lebenshälfte, welche ihre private Wohnsituation nachbarschaftlich und kooperativ gestalten wollen. Ausgelöst wurde das Projekt durch eine Gruppe von 4 Personen mit Zürcher-Unterländer Wurzeln (s. unten). Sie beabsichtigen, auf dem recht zentral und sonnig gelegenen Grundstück an der Hinterbirchstrasse 22 in 8180 Bülach zwei Neubauten mit insgesamt 11 Wohneinheiten (2½, 3½, ev. 4½ Zi.-Wohnungen) zu erstellen. Die Wohnungen werden im Stockwerkeigentum zu fairen Preisen verkauft.

Zur Ergänzung und Erweiterung der privaten Wohnfläche werden für eine gemeinschaftliche Nutzung folgende Räume erstellt: ein grosser multifunktionaler Raum (Gemeinschaftsraum), ein Gästezimmer und eine Werkstatt. Dazu steht ein naturnaher Garten für die gemeinschaftliche Nutzung zur Verfügung. Die Hausverwaltung geschieht soweit möglich und sinnvoll gemeinschaftlich.

Der Innenausbau und sämtliche Verkehrswege sind konsequent auf eine möglichst hindernisfreie Mobilität (Wohnen im Alter) und bauliche Flexibilität hin angelegt.

Angrenzend an die Südwestseite des Geländes befindet sich eine grosse, unverbaute Sportwiese der Oberstufenschule. Die Balkons aller Wohnungen sind gegen diese Wiese gerichtet und ermöglichen eine Weitsicht bis auf die Lägern.

In Gehdistanz liegen das Einkaufszentrum und die Altstadt von Bülach mit einem attraktiven sozialen und kulturellen Angebot, der Bahnhof mit S-Bahn-Anschluss mit dichtem Fahrplan im Verkehrsverbund, das öffentliche Sportzentrum (Hallenbad, Kunsteisbahn, Sauna etc.), das Bezirksspital sowie ein weitläufiges Naherholungsgebiet.

Unser Projekt wurde von den Age-Stiftung prämiert

          www.age-stiftung.ch/nc/foerderprojekte

Als Referenzprojekte inspirierten uns:

  • die Wohnsiedlung „gemeinsam wohnen-bodan 44+“ in Kreuzlingen

www.bodan.org

  •  das „Mehr-Generationen-Haus Giesserei Winterthur“

www.giesserei-gesewo.ch

  • die „Hausgemeinschaft Kanzlei-Seen“

www.gesewo.ch

 

MENSCHEN & PERSPEKTIVEN

Die Initianten des Projektes sind Lena Oertli Müller sowie Paul Oertli Vonrüti. Wir beabsichtigen, unser Leben im Hinblick auf die zweite Lebenshälfte selbstbestimmt und mit unseren Nachbarn gemeinschaftlich und in einer freundschaftlichen Atmosphäre zu gestalten. Das Projekt richtet sich vorwiegend an ältere Menschen, die sich für diese nachbarschaftliche Wohnform interessieren und sie aktiv mitgestalten wollen. Die Teilnahme von jüngeren Menschen mit oder ohne Familie ist aber auch möglich und willkommen. Eine aktive Mitarbeit in Verwaltung, Unterhalt und Gestaltung der Anlage ist erwünscht. Gegenseitige Unterstützung im persönlichen Bereich kann selbstverständlich vereinbart werden, ist aber keine Verpflichtung in diesem Wohnmodell.

 

BAU & WOHNEN

Das insgesamt 2‘357m2 grosse Areal wurde im Frühjahr 2016 von den Erbengemeinschaften Oertli Paul und Oertli Emil an die Initianten von HiBi 22 verkauft. Die Baumassenziffer von 1.6 m3/m2 in der Wohnzone W1.6 ermöglicht zwei Neubauten mit insgesamt 11 Wohnungen, wovon 6 Wohnungen mit 3½ Zimmern und 5 Wohnungen mit 2½ Zimmern sowie mit mehreren Räumen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Je zwei Attikawohnungen à 2½ Zimmer lassen sich auch zu einer 4½-Zi-Attika-Wohnung zusammenlegen.

Für die Architektur ist das Büro „KunzArchitektur“ aus Höri/Bülach verantwortlich. Das Projekt zeichnet sich aus durch gute Lichtführung, helle Räume, grosse, nach Süd-Westen gerichtete Balkone, optimale Energienutzung mit Komfortlüftung, nachhaltige Heiz-und Wärmekraft, Transparenz und Klarheit in der räumlichen Konzeption, warme und gesunde Materialien mit hoher Lebensdauer. Besonders zu erwähnen ist die Erstellung der Häuser im modernen Holzbau mit Minergie-A Standard, www.minergie.ch. Auf den Dächern wird eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Beim baulichen Konzept wird eine Balance angestrebt zwischen Privatraum und gemeinschaftlich genutztem Raum. Auf der einen Seite sollen die Gestaltung und die Lage von Terrassen, Verbindungswegen, Eingängen, gemeinschaftlichen Räumen sowie der hausinterne Schallschutz viel Privatsphäre ermöglichen. Auf der anderen Seite werden Begegnungen zwischen allen Wohnungen und gemeinsamen Räumen durch wettergeschützte, hindernisfreie Verkehrswege und helle Treppenhäuser erleichtert. Der Innenausbau aller Wohnungen und die Verkehrsflächen auf dem gesamten Areal sind behindertengerecht gestaltet. Zur Erschliessung der Ober- und Untergeschosse sind in beiden Häusern Liftanlagen vorgesehen.

Zum gemeinschaftlichen Teil gehören der naturnahe Garten, der Petanque-Platz, der Gemüsegarten mit Geräteschuppen und die Grillstelle, umringt von Trockenmauern und Verbindungswegen. Zentraler Begegnungspunkt ist der Gemeinschaftsraum mit je einem Sitzplatz Richtung Osten und Westen, mit einer geeigneten Infrastruktur für gemeinschaftliche oder private Anlässe und einer gut ausgerüsteten Küche. Dazu kommen ein Gästezimmer und ein Bad mit Toilette, eine Werkstatt sowie je eine Waschküche mit Trockenraum pro Gebäude. In der Tiefgarage ist Platz für 12 Parkplätze. Sie ist von beiden Häusern via Lift/Treppenhaus bequem erreichbar.

Im Keller können zusätzliche Bastelräume erworben werden.

 

WOHNEN & NACHBARSCHAFT

Die Nutzung der gemeinschaftlichen Anlagen, aber auch Lärm, Sauberkeit oder Ausgaben für Reparaturen und Verbesserungen können Anlass für Meinungsverschiedenheiten sein. Die Ansprüche der Bewohner sollen deshalb an regelmässigen Treffen gemeinsam geklärt werden. Basis dafür ist ein mit juristischer Unterstützung von Rechtsanwalt Andreas Tinner, Winterthur, sorgfältig ausgearbeitetes Stockwerkeigentümer-Reglement. Eine transparente finanzielle Planung und eine nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung des Konzepts werden damit gefördert.

„HiBi 22 – Gemeinschaftliches Wohnen“ ist also mehr als übliches Eigentumswohnen. Es ist aber auch nicht einer Wohngemeinschaft mit viel weitergehenden gemeinschaftlichen Elementen gleichzusetzen. In seinen Grundzügen handelt es sich um ein kooperatives Wohnmodell auf der Basis von privatem Wohneigentum. Für den Entschluss, in dieser Siedlung zu wohnen, sollte die Idee des kooperativen Wohnens einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

Die Verwaltung und Hauswartung kann gegen Bezahlung extern oder intern vergeben werden. Möglich ist auch ein internes Verrechnungssystem für erbrachte Arbeiten.


 

RECHT & BESITZ

Miteigentum und gemeinsame Nutzung von Wohneigentum ist in der Schweiz im ZGB und teilweise im OR detailliert geregelt. Unser Projekt ist auf dem rechtlichen Modell des Stockwerkeigentums aufgebaut. Die späteren Mitbewohner erwerben eine Stockwerkeigentumseinheit und bilden zusammen eine Stockwerkeigentümergemeinschaft. Das Stockwerkeigentümer-Reglement ist der Leitfaden für die Verwaltung und alle rechtlichen Fragen.  Für den Verkauf oder die Vermietung der Wohneinheiten gelten besondere Regelungen zum Schutz des gemeinschaftlichen Wohnens.

Für die Phasen von Projektplanung, Erstellung, Verkauf und Garantiearbeiten haben sich die vier Gründungspersonen zeitlich befristet zu einer einfachen Gesellschaft (Konsortium) formiert. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Gesellschaft wieder aufgelöst.

 

KOSTEN & FINANZIERUNG

Die Kosten für das gesamte Wohnprojekt liegen bei 9 Mio CHF. Eine 3½ Zi-Wohnung kostet durchschnittlich CHF 725‘000, eine 2½ Zi-Wohnung CHF 600‘000, eine Attika mit 2½ Zi CHF 640‘000. Dazu kommen je ein Garagenplatz und ca. 12% für den Anteil am gemeinschaftlich genutzten Raum, was zu Gesamtkosten von etwa CHF 850‘000 (3½ Zi.) bzw. 710‘000 (2½ Zi.), Attika (2½ Zi) 750‘000 führt. Je nach Lage der Wohnung wird der Preis leicht differieren.

 Die Anfangsinvestitionen für Gebühren, Vorstudien und Planung werden durch Eigenkapital gedeckt. Für den Kauf der Grundstücke und die Ausführung der Überbauung steht ein Baukredit unserer Bank zur Verfügung. Ebenso werden die Anzahlungen der Wohnungskäufer eingebracht. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Baukredit abgelöst durch die individuelle Finanzierung der Eigentümer.

Interessenten und Interessentinnen werden am Anfang mit einem Reservationsvertrag ins Projekt eingebunden. Gleichzeitig ist eine Reservationsgebühr von CHF 6‘000 zu leisten. Nach Baubeginn werden die Eigentumsrechte mit einem Kaufvertrag notariell begründet und beurkundet. Dazu ist von jedem Käufer eine Anzahlung von 20% zu leisten sowie ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen seiner Bank für die Schlusszahlung zu erbringen. Die Eigentumsübertragung erfolgt mit der Schlusszahlung bei der Wohnungsübergabe. Diese etwas komplizierte Regelung ist aus steuerrechtlichen Gründen notwendig (Option ohne Mehrwertsteuer-Abrechnung).

Beim Rückzug eines Käufers in der Reservationsphase vor Baubeginn wird die Reservationsgebühr nicht zurückerstattet. Die Kostenfolgen im Fall eines Rückzuges während der Bauphase sind im Kaufvertrag geregelt.

 

GEPLANTER ZEITLICHER ABLAUF

 

  • Baubewilligung: Erteilt im August 2017

  • Start Bauarbeiten: April 2018. Der Termin ist abhängig vom Verkaufserfolg. Es ist vorgesehen, dass mindestens für 9 der 11 Wohnungen Reservationsverträge abgeschlossen sein müssen.

  • Beurkundung Kaufverträge: Unmittelbar nach Start der Bauarbeiten

  • Abschluss Bauarbeiten: Ca, Mitte 2019

Aussicht nach Südwesten


Angrenzend an die Südwestseite des Geländes befindet sich eine grosse, unverbaute Sportwiese der Oberstufenschule.






Zur Ergänzung und Erweiterung der privaten Wohnfläche werden für eine gemeinschaftliche Nutzung folgende Räume erstellt: ein grosser multifunktionaler Raum (Gemeinschaftsraum), ein Gästezimmer und eine Werkstatt.





Das Projekt „HiBi 22 - gemeinschaftliches Wohnen“ richtet sich an Menschen, insbesondere solche in der 2. Lebenshälfte, welche ihre private Wohnsituation nachbarschaftlich und kooperativ gestalten wollen.













Beim baulichen Konzept wird eine Balance angestrebt zwischen Privatraum und gemeinschaftlich genutztem Raum.






In seinen Grundzügen handelt es sich um ein kooperatives Wohnmodell auf der Basis von privatem Wohneigentum. Für den Entschluss, in dieser Siedlung zu wohnen, sollte die Idee des kooperativen Wohnens einen wichtigen Stellenwert einnehmen.










Für den Verkauf oder die Vermietung der Wohneinheiten gelten besondere Regelungen zum Schutz des gemeinschaftlichen Wohnens.